Rückblick agrapolitischer Tag der FDP mit Klaus Hoher, MdL und agrapolitischer Sprecher (Biederbach und Königschaffhausen)

Beim agrarpolitischen Tag der Freien Demokraten hat Klaus Hoher, MdL und agrarpolitischer Sprecher bei Veranstaltungen in Biederbach und Königschaffhausen den Besuchern Rede und Antwort gestanden.

Klaus Hoher

Klaus Hoher, MdL und agrarpolitischer Sprecher

Interessierte Landwirte und Bürger haben sich ein Bild über die aktuellen agrarpolitischen Positionen der FDP machen können. Klaus Hoher, selbst biologisch-dynamisch arbeitender Landwirt am Bodensee, hat auch scharfe Kritik an der Agrarpolitik der Landesregierung und an dem Umgang mit der Aktion „Rettet die Bienen“ formuliert. Das Volksbegehren geht an den Realitäten in der Landwirtschaft vorbei. Eine flächige Reduzierung sämtlicher als Pestizide eingesetzter Stoffe um 40 oder 50% ist nicht realistisch. Dabei wird von der grün-schwarzen Landesregierung einmal wieder die ideologische Keule geschwungen und die Pestizide im Biolandbau von der Reduktion ausgenommen. Schwefel und andere Pestizide sollen im Biolandbau weiter in den bisherigen Mengen ausgebracht werden. Molke (ein Abfallprodukt bei der Milchproduktion) dagegen – per Definition auch ein Pestizid – müsste nach den bisherigen Vorstellungen reduziert werden.
Forderungen zu Veränderungen in der Landwirtschaft werden von Gesellschaft und Politik gestellt, Gelder für die Umstellung auf eine naturnahe Bewirtschaftung stellt nach Meinung von Klaus Hoher die Landesregierung dafür aber nicht zur Verfügung.
Um den Bioanteil an den angebotenen Produkten zu erhöhen (bisher ca 5,5%), müssen die Verbraucher mit ins Boot genommen werden, so Hoher. Das geht nur über eine bessere Aufklärung und Information der Verbraucher.
Die anwesenden Landwirte beklagen die teilweise als schikanös empfundenen Kontrollen ihrer Betriebe durch die örtlichen Behörden und die sinnlose überbordende Bürokratie. Damit können kleinbäuerliche Strukturen nicht überleben. Klaus Hoher spricht sich in diesem Zusammenhang für regelmäßige Kontrollen aller Betriebe aus, damit jeder Betrieb gleich oft kontrolliert wird, und dies nicht nach dem Zufallsprinzip immer die gleichen Betriebe trifft.
Die FDP im Kreistag nimmt dies zum Anlass beim Landkreis eine Anfrage zu starten, wie oft denn im Landkreis die Betriebe kontrolliert werden und welcher sachbezogene und personelle Aufwand bei den Kontrollen anfällt.
Als Schlussworte wünschten sich Klaus Hoher und die teilnehmenden Landwirte mehr Respekt für die Arbeit aller Landwirte und Offenheit und Transparenz bei der aktuellen Diskussion über die Zukunft der heimischen Landwirtschaft.

 

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Author: brosi@fdp-emmendingen.com


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