FDP Pressemitteilung zur Situation der Kaiserstuhlbahn (mit Christian Jung MdL)

Keine Entlastung bzgl. dauerhafter Lärmbelästigung und Quietschgeräuschen auf der Kaiserstuhlstrecke

Im Rahmen einer Probefahrt von Freiburg nach Endingen machten sich der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Christian Jung (MdL) und FDP-Kreisrat u. Kreisvorsitzender Felix Fischer ein eigenes Bild von der Funktionstüchtigkeit der Breisgau S-Bahn (S11).

Mitglieder der „BI Kaiserstuhlbahn“ empfingen die kleine FDP-Delegation am Bahnhof Endingen und diskutierten gemeinsam aktuelle Problemfälle, insbesondere die anhaltende Lärmbelastung durch Quietschgeräusche beim Durchgangs- und Rangierverkehr.

Die versprochenen und nur teilweise installierten Schmieranlagen zeigen keine Verbesserung. Jung sieht unter anderem die gewählte Zugart als Ursache des Lärms „Aufgrund der durchgängigen Trasse von Endingen bzw. Breisach bis nach Titisee bzw. Donaueschingen und der damit verbundenen unterschiedlichen Voraussetzungen muss eine Zugart gewählt werden, die das Höllental überwindet“, so Jung. Die Jetzige zeigt entsprechende Nachteile auf flachen Schienen mit engen Kurvenradien.

Verkehrsminister Hermann zeigt wenig Verständnis für die Nöte der Pendler u. Anwohner. Im Gegenteil, in seiner Rede vom 16.12.2021 (23. Plenarsitzung ) bagatellisiert Hermann die Problematik und betitelt diese als Jammerpolitik der Opposition.

Zur Vermeidung von längeren Verspätungen wäre es sinnvoller auf Umstiege, z.B. in Freiburg zu setzen und die passende Zugart für die jeweilige Strecke vorzuhalten. Dieser Erkenntnis folgend schlug Felix Fischer vor, zu testen, ob der Einsatz einer alternativen Zugart zur Vermeidung der Quietschgeräusche führen würde. „Hätte ein solcher Test Erfolg, müsste der regionale Einsatz des gesamten landeseigenen Zugfuhrparks überdacht und angepasst werden“ so Fischer.

Das Anliegen nach verlässlichem und verträglichem ÖPNV ist und bleibt wichtig und richtig. „Das bloße Vorhandensein von Infrastruktur genügt jedenfalls nicht, um das Ziel zu erreichen, dass mehr Menschen auf den ÖPNV umsteigen und die Akzeptanz steigt. Die Aussage des Verkehrsministers, die berechtigten Einwände als ‚Jammerei‘ abzutun, wohl auch nicht“, bemerkt Fischer abschließend.

Die FDP möchte ihre Vorschläge zu einer Verbesserung der Situation gerne mit Betroffenen und Interessierten diskutieren und weitere Erfahrungsberichte einholen. Dazu wird eine digitale Veranstaltung mit dem verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Christian Jung sowie verschiedenen Kommunalpolitikern als Onlinekonferenz angeboten, zu der herzlichen eingeladen wird. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 20. Januar 2022 um 17.30 Uhr über die Plattform GoToMeeting statt. Der Zugangscode lautet: 600-067-989. Eine Aufzeichnung findet nicht statt, sodass auch eine anonyme Teilnahme möglich ist.


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