FDP – Das Ohr an den Menschen

Besuch der Landtagsabgeordneten Nico Weinmann und Stephen Brauer am 27.07.2020

Der FDP Arbeitskreis Wissenschaft, Forschung und Kunst der Landtagsfraktion war zu Gast im Landkreis Emmendingen. Die beiden Abgeordneten Nico Weinmann und Steffen Brauer sowie der parlamentarische Berater für diesen Bereich Benjamin Haak traten in einen direkten Austausch mit Kulturschaffenden, nahmen deren momentane Situation auf und sprachen über eventuelle Unterstützungs- und Lösungsvorschläge. Begleitet wurden Sie vom Kreisvorsitzenden des Landkreises Felix Fischer und seiner Stellvertreterin Margarete Hansen.

FDP – Das Ohr an den Menschen

Die erste Station war der Walnuss Teegarten in Endingen. Hier traf die Delegation auf ganz unterschiedlich Interessierte:
Künstler, die seit Monaten keine Möglichkeiten mehr haben, Ihre Kunst zu präsentieren. Jetzt versuchen sie über Social Media zumindest den Kontakt mit ihren „Fans“ zu halten und ihre neuen Werke auf diese Art vorzustellen. Der Umsatz ist komplett eingebrochen, wirtschaftlich wissen sie nicht, ob sie das Jahresende überstehen. Dadurch, dass Künstler- sowie Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, sehen sie für sich kein Licht am Ende des Tunnels.
Betroffen, wenn auch nicht wirtschaftlich – dafür aber sozial -, ein Ehepaar aus Endingen, das der örtlichen Bürgerbühne angehört, die jedes Jahr ein großes Event in Endingen spielt. Keine Proben, kein soziales Miteinander und die Angst, dass die über Jahre hinweg aufgebaute ehrenamtliche Gruppe, inkl. der Helfer im Hintergrund, auseinanderbricht, belastet die Beiden sehr.
Der Zusammenbruch des gesamten Event- und Veranstaltungsbereiches lässt diese Branche nicht sehr positiv in die Zukunft blicken. Ein Unternehmer aus Emmendingen beschreibt seine Situation mit klaren Worten: die Umsätze seien bei fast „null“, da fast alle Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben wurden. Wie es mit seinem Unternehmen weitergeht, weiß er nicht.
Die Gastgeberin im Walnuss Teegarten Frau Annette Greve ist u. A. Leiterin der Deutschen Kammerschauspiele, einem Tournee Theater. Auch hier muss umdisponiert werden. Zweipersonenstücke werden geplant, ob und wann sie aufgeführt werden können ist noch unsicher. Die Vergabe der Zuschüsse die vom Land in dieser Situation gewährt werden erschließt sich den Betroffenen nicht, die z. T. Absagen auf ihre Anträge bekamen. Nico Weinmann versprach, soweit es ihm möglich ist, hinter die Kulissen der Vergabekommission zu schauen.

FDP-Emmendingen, FDP Arbeitskreis Wissenschaft, Forschung und Kunst der Landtagsfraktion war zu Gast im Landkreis Emmendingen. Die beiden Abgeordneten Nico Weinmann und Steffen Brauer sowie der parlamentarische Berater für diesen Bereich Benjamin Haak traten in einen direkten Austausch mit Kulturschaffenden, nahmen deren momentane Situation auf und sprachen über eventuelle Unterstützungs- und Lösungsvorschläge. Begleitet wurden Sie vom Kreisvorsitzenden des Landkreises Felix Fischer und seiner Stellvertreterin Margarete Hansen.

Gemeinsames Beisammensein.

Der zweite Stopp fand in Teningen auf dem „Anwesen Menton“ statt. Dieses Museum zum Anfassen und Begehen wird ehrenamtlich geführt und steht vor großen Herausforderungen, es stehen dringende Sanierungsarbeiten an. Dafür hilfreich wären Veranstaltungen, aus deren Mitteln Geld generiert werden könnte. Momentan findet allerdings Nichts statt. Auch hier die Angst, dass die ehrenamtlichen Helfer abspringen, da die sozialen Kontakte fehlen.

Abends in einem Emmendinger Restaurant kamen u. A. Vertreter der Artothek des Landkreises Emmendingen, des Wallgraben Theaters Freiburg sowie diverse Künstler aus Emmendingen zusammen. Das Wallgraben Theater spielt wieder, allerdings nicht auf der eigenen Bühne sondern aus Platzgründen in einem leerstehenden Industriegebäude. Die Künstler beschreiben auch hier den Stillstand und die Unsicherheit, mit der sie zurzeit leben müssen.

Allen Betroffenen hat die materielle Hilfe des Staates oder des Landes – soweit sie angekommen ist – bisher geholfen, endet diese aber, sieht die Zukunft düster aus. „Kunst hält die Gesellschaft zusammen und ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor“ sind sich die Abgeordneten einig. Es muss dringend weitere Unterstützung angeboten werden.


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