Trauer um die liberale Ehrenvorsitzende Christl Gräber

Der FDP Kreisverband Emmendingen trauert um seine Ehrenvorsitzende Christl Gräber, die am Freitag im Alter von 75 Jahren verstorben ist.
Mit Christl Gräber verlieren wir eine große Stütze. Ihr Tod hinterlässt eine schmerzhafte Lücke in unserer liberalen Partei.

34 Jahre als Stadträtin und 27 Jahre als Kreisrätin und schließlich auch als Landtagskandidatin prägte sie unsere Region offen, zielgerichtet und an der Sache orientiert, wofür wir ihr unendlich dankbar sind.
Sie hat stets diejenigen unterstützt, die selbst etwas aus ihrem Leben machen wollten und sich gleichzeitig für diejenigen eingesetzt, die hierzu aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen sind. Für all jene gleichte ihr Fotostudio in der Innenstadt viele Jahre als Kummerkasten in der Innenstadt, dessen Türen für kleine und große Probleme der Emmendingerinnen und Emmenindinger stets offen standen.

Die Badische Zeitung kürte die gebürtige Fränkin in ihrem Nachruf mit dem Prädikat, dass sie ihrer Wahlheimat Emmendingen wie kaum eine andere Frau ihrer Generation ihren Stempel aufgedrückt hat. Engagiert, selbstbewusst, kompetent, beharrlich und zuweilen auch resolut, aber immer charmant, liebenswert und den Menschen zugewandt kämpfte sie für ihre Überzeugungen. Dem können wir uns nur anschließen!

Ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement ging weit über die Politik hinaus. Ihr Wirken im Förderverein des Kreiskrankenhauses, beim Tierschutz und bei den Topfguckern sind dabei nur ein kleiner Abriss dessen, was Christl Gräber wirklich für unsere Gesellschaft – neben ihrem Beruf bzw. Berufung als Fotografin – geleistet hat.

Auch das Feiern mit Freunden war eine ihrer großen Leidenschaften. Zu ihrem 75. Geburtstag vergangenen Oktober hat sie es – wie sie sagte – noch einmal richtig krachen lassen und gleich zweimal in großem Rahmen mit Offiziellen und Freunden gefeiert. Als hätte Sie geahnt, dass es zu Ende geht.
Als verdiente Krönung ihres Engagements für die Bürgerschaft, hat sie vor wenigen Wochen die Ehrennadel der Stadt Emmendingen verliehen bekommen und sich darüber sichtlich gefreut. Auch bei der Dankesrede für diese Auszeichnung machte sie nochmals deutlich, dass politisches Engagement unsagbar wichtig ist und rief zum Mitmachen auf.

Sie war mit Herz und Verstand eine echte und sehr engagierte FDPlerin – offen, direkt und ehrlich.Nicht allen hat diese Art gefallen, aber sie wurde allseits respektiert und geachtet.

Du wirst immer in unserer dankbaren Erinnerung und in unseren Herzen bleiben und gehst auch mit der Gewissheit, eine ganze Generation Freier Demokraten geprägt zu haben. Gute, letzte Reise, liebe Christl.

Felix Fischer (FDP-Kreisvorsitzender)


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