Bürgermeister Markus Hollemann zu Besuch bei FDP

Denzlingen wählt am 7. Mai 2017 einen neuen oder alten Bürgermeister. Nach dem erfolgreichen und informativen ersten Treffen mit Christoph Kern (unabhängig) und Thomas Pantel (Grüne) luden die Freien Demokraten den amtierenden Bürgermeister, Markus Hollemann (ÖDP), ein.

Das Treffen fand am Dienstag, den 11. April 2017, im Delcanto-Restaurant (Kultur- und Bürgerhaus, Denzlingen) statt. Knapp 20 Bürgerinnen und Bürger fanden sich zur liberalen Fragerunde ein. Nach der Begrüßung durch Felix Fischer, dem Bundestagskandidaten der FDP im Wahlkreis Emmendingen-Lahr und Kreisvorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Emmendingen, stellte sich der amtierende und wieder kandidierende Bürgermeister vor. Markus Hollemann nahm kurz Stellungnahme zu jedem Mitbewerber inklusive dem Spätzugang, Ralf Oesterlein aus Gundelfingen (mittlerweile die Kandidatur zurückgezogen), bedauerte sehr, dass die einzige weibliche Kandidatin aus dem „Rennen“ ausgeschieden ist, und gliederte seine Vorstellung in drei Blöcke: Verschuldung, Bildung und Flächenentwicklung der Gemeinde.

Nach der Rede des Kandidaten haben die Teilnehmer der liberalen Runde zu einzelnen Themenblöcken direkt ihm Fragen stellen können. Das Interesse reichte von Möglichkeiten, die laufenden Defizite (Schwimmbad, KuB) geringer zu halten, bis Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Denzlingen, welche laut Markus Hollemann 10% unter dem Durchschnitt der vergleichbaren Gemeinden in Baden-Württemberg liegt. Die Zahl stellt sich auch jetzt so günstig dar, weil gegenüber dem Planansatz 2016 die Gemeinde höhere Gewerbesteuereinnahmen (insg. 6,3 Mio.) erhalten hat. Dennoch bleibt die Gesamtverschuldung in Höhe von ca. 4,5 Mio. (mit Schulden der Eigenbetriebe insg. 12 Mio.) trotz der guten Steuereinnahmen bestehen.

Ein weiterer Brennpunkt lag bei dem Sozialwohnungsbau: Auf Frage, wie viele Sozialwohnungen sich die Gemeinde tatsächlich leisten kann und was über die Finanzkraft der Gemeinde hinausgeht, gab er die Antwort, dass die Finanzierungskosten zweiten Baus in der Nähe vom Bauhof vom Landkreis durch die kostendeckende Miete über 20 Jahre getragen wird, somit beschränken sich die tatsächlichen Kosten des gemeindeeigenen Sozialwohnungsbaus ausschließlich auf das Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Straße. Ein Teil der Kosten werden durch Fördergelder finanziert, für den Rest wurde Kredit mit 0%-Zins (festgelegt für 25 Jahre) aufgenommen. Es kamen auch Anfragen zur Bebauung Rosenstraße/Hauptstraße, „Grüner Baum“, Raiffeisenbank-Areal sowie Flächenentwicklung sowohl für das Wohnen (Käppelematten/ Unterm Haidach), als auch für die Gewerbetreibenden. Mit dem Gewerbesteuerhebesatz in Höhe von 340 gehöre Denzlingen auf den drittniedrigsten Platz im Landkreis, so Hollemann. In seiner Amtsperiode sei lediglich eine einzige Firma abgewandert, was allerdings nicht an Angeboten seitens der Gemeinde gelegen habe. Herr Hollemann hofft mit seinen Antworten die Anwesenden zu überzeugen. Die Wahlen am 7. Mai werden zeigen, ob ihm das gelungen ist.

Giedre Beckert, stellv. Vorsitzende FDP Denzlingen


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