Steuergeldverschwendung am Beispiel Flughafen „BER“

EMMENDINGEN. In einem vollen Nebenraum des Rex3 referierte Sebastian Czaja, Fraktionsvorsitzender der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus auf Einladung von Bundestagskandidat Felix Fischer zum Thema Steuergeldverschendung. In seinem ca. einstündigen Vortrag berichtete er u. A. darüber, dass beim Berliner Großflughafen nicht ein großer Bauträger die Organisation und Koordination des Bauprojektes übernahm sondern bedingt durch die „Kleinvergabe“ an viele Unternehmen, diese Aufgaben seitens der Stadt Berlin erfüllt werden sollten. Da man sich viel zu spät Expertenwissen von außen eingekaufte, wurden viele nicht mehr zu behebende Fehler begangen, die die Kosten explodieren ließen.

FDP Bundestagskandidat und Kreisvorsitzender Felix Fischer (l.) und Sebastian Czaja (Vorsitzender der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus (r.)

Um nur ein irrwitziges Beispiel vom Pannenflughafen zu nennen: Da sich der Umzug wieder und wieder verschob, bezahlt man seit 2012 ein 15 köpfiges Umzugsunternehmen – für den Fall, dass es kurzfristig doch zu einer Fertigstellung kommt.

Nach dem Vortrag wurde sehr lebhaft darüber diskutiert, ob sich die öffentliche Hand nicht im Vorwege Expertenwissen einkaufen sollte und ob in den Aufsichtsräten anstelle von Politikern nicht eher Spezialisten gefragt seien.

Felix Fischer resümierte: „Für mich ist klar, dass Aufsichtsräte nicht nach Parteibuch, sondern vielmehr nach Kompetenz besetzt werden sollten. Immer dann, wenn sich der Staat als Unternehmer aufspielt und etwas schief geht, eilt der Steuerzahler zu Hilfe. Wenn hingegen Mittelständler und Handwerker falsch kalkulieren oder Fehler machen, kommt der Bundesadler nicht zu Hilfe. Hier winkt vielmehr der Pleitegeier“, so Fischer abschließend.

Pressemitteilung vom 28. August 2017


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