Deshalb fährt Felix Fischer einen Diesel

Wer sind die Menschen, die Ihren Wahlkreis in den kommenden vier Jahren im Bundestag vertreten wollen? Die Mittelbadische Presse hat mit 18 Kandidaten der sechs wichtigsten Parteien in den Wahlkreisen Offenburg, Emmendingen-Lahr und Schwarzwald-Baar gesprochen, um das herauszufinden. Wir stellen Felix Fischer (Wahlkreis Emmendingen-Lahr) von der FDP vor.

Warum kandidieren Sie?

Felix Fischer: Um als streitbarer Volksvertreter für die Demokratie, Europa und für Generationengerechtigkeit zu kämpfen. In Zeiten, in denen Extreme Konjunktur haben, reicht es nicht mehr, nur zuzuschauen.

Machen Sie sich Sorgen wegen der vielen Flüchtlinge? Wie hat sich Ihr Leben dadurch verändert?

Fischer: Die vielen Flüchtlinge stellen uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen. Sie können aber eine ebenso große Chance bedeuten, soweit wir richtig mit ihnen umgehen. Es darf kein weiteres Mal der Fehler passieren, nicht alle Ankommenden zu registrieren. Diejenigen, die kein Bleiberecht haben, müssen schneller abgeschoben werden, diejenigen mit guter Bleibeperspektive schneller integriert werden. Hierbei zählt für mich, dass Arbeits- und Vereinskollegn die besten Integrationshelfer sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Eine Veränderung meines eigenen Lebens kann ich nicht erkennen.

Wie wollen Sie Ihren Lebensabend verbringen?

Fischer: Am liebsten in meiner eigenen Anwaltskanzlei, in der ich auch im hohen Alter noch einige Mandate selbst ausüben kann und meine Freizeit bei bester Gesundheit in der Natur verbringen kann.

Die Mieten steigen auch in der Ortenau? Was wollen Sie dagegen tun?

Fischer: Wir müssen dringend mehr Angebot auf dem Wohnungsmarkt schaffen, z.B. durch die Ausweisung neuer, umweltverträglicher Baugebiete. Bezahlbar können diese nur sein, wenn wir unsere extrem hohen Baustandards an den richtigen Stellen absenken.

Ist Deutschland ein gerechtes Land?

Fischer: Diese Frage ist schwerlich in wenigen Sätzen zu beantworten. Fakt ist, dass es uns so gut wie nie zuvor geht. Die Richtung stimmt also im Großen und Ganzen.

Welche Schlagzeile wollten Sie schon immer in dieser Zeitung lesen?

Fischer: Freie Demokraten erringen Direktmandat im Bundestag!

Mit welchen Kandidaten aus dem Wahlkreis würden Sie gerne mal ein Bier trinken gehen und warum?

Fischer: Am liebsten mit Markus Rasp von den Grünen, weil ich mich mit ihm zwischenmenschlich von allen Kandidaten am besten verstehe.

Wie machen Sie Ihrem Parteivorsitzenden einen Besuch in der Ortenau schmackhaft?

Fischer: Das brauche ich gar nicht. Christian Lindner war bereits mehrfach in der Ortenau zu Gast und weiß um die Gastfreundschaft und Aufgeschlossenheit der Ortenauerinnen und Ortenauer.

Welches Auto fahren Sie privat und warum?

Fischer: Ich fahre einen relativ neuen Audi A4 Avant Diesel (Euro6), weil neue Diesel besser sind als ihr Ruf und ich beruflich und politisch weite Strecken zurücklege.

Wo kaufen Sie Ihre Lebensmittel ein?

Fischer: Vorzugsweise in regionalen Hofläden und inhabergeführten Märkten, um lange Transportwege zu vermeiden und diejenigen zu unterstützen, die ihre Steuern und Abgaben vor Ort bezahlen und damit einen direkten gesellschaftlichen und finanziellen Mehrwert in der Region produzieren.

Welchen Wahlkreis in Europa würden Sie außer Ihrem eigenen sonst noch gerne vertreten?

Fischer: Die Wahlkreise Brüssel oder Straßburg, weil hier das Herz Europas schlägt und man von hier aus Europa am effektivsten an den richtigen Stellen reformieren kann.

Was halten Sie von einer Herabsetzung des Wahlalters?

Fischer: Ich stehe einer Absenkung grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Denke aber, dass die junge Generation auf kommunaler Ebene erst einmal den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wahlrecht beweisen sollte. Mit Blick auf vergangene Wahlen ist dies aber noch nicht der Fall.

An der Erreichung welcher Ziele sollen Sie Ihre Wähler in der Ortenau messen?

Fischer: Daran, dass ich mich stets zum Wohle der Menschen in meinem Wahlkreis einsetzen werde und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen habe. Konkrete Projekte zu nennen, ist im demokratischen Meinungsbildungsprozess bei voraussichtlich über 700 Abgeordneten unseriös. Klar ist aber, dass ich mich für eine gute Zukunft Deutschlands in einem geeinten Europa starkmachen werde und extremistische Kräfte, die Deutschland und die Welt in die Vergangenheit zurückführen möchten, mit aller Kraft bekämpfen werde.

Was twittern Sie am Abend der Bundestagswahl?

Fischer: Ganz herzlichen Dank an meine Wählerinnen und Wähler für dieses großartigeErgebnis und an mein super Team für die riesige Unterstützung.

Offenburger Tageblatt vom 1. September 2017 (Jens Sikeler)


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